Einen Tag veranstalten, an dem das Rathaus von Herrn Tornare geschlossen ist und die Genfer Bürger die Natur ihrer Stadt entdecken können – so lautete der Auftrag, den das Sozial-, Jugend- und Sportdepartement der Stadt Genf equiterre erteilt hat.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Genf hat equiterre am 23. Mai 2009 den Aktionstag «Natur in der Stadt» veranstaltet. Ziel der Veranstaltung war es, die Genfer die Natur in der Stadt entdecken zu lassen, und zwar sowohl dort, wo man sie leicht erkennen kann, als auch an weniger offensichtlichen Orten. Die Bewohner sollten auf die unterschiedlichen Elemente der Natur in der Stadt aufmerksam werden: historisch, sozial, natürlich, kulturell, und es sollten alle Bevölkerungsgruppen angesprochen werden: die interessierte Öffentlichkeit, Familien, Senioren, Personen mit eingeschränkter Mobilität, Kinder. Um das zu erreichen, wurden an fünf Orten in Genf rund 15 verschiedene Möglichkeiten zum besseren Kennenlernen der Stadt über die fünf Sinne angeboten:
Natur hören – Die Teilnehmer waren eingeladen, ihr Gehör zu schärfen und die Laute von Säugetieren, Vögeln, Amphibien oder Insekten in Genf zu entdecken. Dazu fanden Lesungen von Texten bedeutender Schriftsteller statt, die seit Jean-Jacques Rousseau die Schönheit der Genfer Natur beschrieben haben.
Partner : Association la Libellule und die Schauspielerin Caroline Gasser.
Natur schmecken – die Nachwuchsköche konnten Originalrezepte mit lokalen Produkten und wohlschmeckenden Küchenkräutern kennenlernen. Wer wollte, ´konnte das Umtopfen von Setzlingen lernen und sie anschliessend mit nach Hause nehmen. Ein geselliges Beisammensein oder ein Vortrag «Mini-Gemüsegarten für den Balkon» wurden angeboten. Die Kleinsten legten eine Sammlung von Naturobjekten aus dem Park an.
Partner: Pro Specie Rara, Restaurantinhaberin Helen Calle-Lin, Service de la petite enfance de la Ville de Genève, Unités d'action communautaire.
Natur riechen – Um ihren Geruchssinn zu schärfen, konnten die Naturinteressierten an der Bar der Düfte «echt Genfer» Gerüche kennenlernen. Zudem wurde eine kleine Improvisation zum Thema städtische Gerüche gezeigt.
Partner : Fachstelle für Luftreinhaltung des Kantons Genf, Jeunes Improvisateurs
Natur sehen – Eine grosse Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten findet man nicht unbedingt dort, wo man sie gemeinhin vermutet. Mitten in der Stadt konnten Interessierte auf einem pilz- und pflanzenkundlichen Rundgang die ungewöhnliche Mikrofauna der Stadt entdecken. Die geschichtlichen, botanischen und poetischen Ausführungen eines leidenschaftlichen Baumschulgärtners liessen Bäume in einem neuen Licht erscheinen.
Partner: HEPIA, Muséum d’histoire naturelle, Botanischer Garten.
Natur fühlen – Hier durften die mutigsten Teilnehmer mithilfe von Klettergurten und Seilen bis hoch in die Baumwipfel klettern.
Zum Abschluss wurde den Teilnehmern am Nachmittag auf den Bastionen ein großes geselliges Essen mit Musik nach traditioneller ländlicher Art mit hausgemachtem Sirup und Brot angeboten.
Weitere Informationen:
Ansprechperson:
- Hélène Gaillard, +41(0)22 329 99 29; gaillard(at)equiterre.ch
Infomaterial:
- «Programm des Tages als pdf»
- Presseartikel über die Veranstaltung
- Link auf die Datei «Quartiergärten»
- equiterre info Nr. 03/09 "Mehr Natur in der Stadt und weniger Stadt in der Natur"